Nach der letztjährigen Hitzeschlacht wurde angekündigt: mehr Platz, aber auch mehr Besucher. So ließen wir uns dazu hinreißen, das Vainstream Rockfest doch noch einmal zu besuchen. Immerhin waren einige Perlen angekündigt: u. a. Smoke Blow, Silverstein, Stick To Your Guns, Comeback Kid, Sepultura, Heaven Shall Burn, Hatebreed und die Dropkick Murphys. Na ja, außerdem hatten wir unserem 17-jährigen Neffen versprochen, ihn mitzunehmen. Also galoppierten wir zu dritt auf einer frisch polierten Regionalbahn nach Münster.

Letztes Jahr war die Temperatur auf über 30 °C gestiegen. Der Einlass war so chaotisch organisiert gewesen, dass wir gut zwei Stunden in der Hitze warten mussten. Dieses Jahr war vieles anders. Statt herkömmlicher Festivalbänder mit Clip hatten die Veranstalter Automaten hingestellt, in die man den Arm hineinhielt. Zack, hatte man ein Bändchen am Handgelenk. Leider ein hässliches ohne Jahreszahl. Dafür dauerte der Einlass nur wenige Sekunden.

Stick To Your Guns Hatebreed Kid

An den Getränkemarken hatte sich nichts geändert, sogar die Preise waren stabil geblieben. Und tatsächlich war das Gelände nun größer. Aber geholfen hat es nichts. Es war einmal mehr brechend voll. Von den Bühnen bis zu den ersten Ständen pressten sich die Menschen aneinander. Da traditionell sehr viele Kids auf dem Vainstream herumrennen, war das Publikum auch eher semientspannt. Die lustigen Partysäufer waren in der Überzahl.

Musikalisch gesehen gab es nichts zu meckern. Aus meiner Sicht haben Silverstein, Smoke Blow, Hatebreed und die Murphys die besten Auftritte abgeliefert. Grundsätzlich war keine Band Kacke. Ich denke, unser Neffe fand den Tag auch ganz okay. Aber ob wir nächstes Jahr wieder hinfahren? Eher nicht.

Vainstream Panorama

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