Anfang August fiel uns mal wieder die Decke auf den Kopf. Also packten wir die wichtigsten Utensilien ein, die wir auch bei einer Zombieapokalypse mitnehmen würden, und tuckerten nach Bloemendaal. Der Nachbarort der Touristenhochburg Zandvoort liegt in Nordholland direkt an der Nordsee. Ein traumhafter Sandstrand zieht sich kilometerweit runter bis nach Den Haag.

Strand von Bloemendaal, NL

Die Idee, übers Wochenende an den Strand zu fahren, hatten wir nicht exklusiv. Trotzdem fanden wir ein ruhiges Plätzchen, um unsere blassen Bäuche in die Sonne zu halten und maßlos überteuertes Heineken zu trinken. Da kam sie wieder auf, die Frage: Wieso macht man so etwas so selten? Auf dem Rückweg zum Campingplatz kamen wir an einem Rudel deutscher Jugendlicher vorbei, die grölten, soffen und ihr Geschrammel voll aufgedreht hatten. Bestimmt die abendländische Kultur, die es zu schützen gilt.

Am nächsten Morgen frühstückten wir gemütlich am Zelt. Dabei beobachteten wir ein niederländisches Paar, das versuchte, ein Billigwurfzelt zusammenzufalten. Nach etwa einer Stunde machte es irgendwo *KNACK*, und das Paar fuhr ohne das Zelt nach Hause. Irgendwann packten auch wir unsere Sachen zusammen, fuhren noch einmal an den nun menschenleeren Strand, und ließen es uns gut gehen.

Der Trip war spontan und spottbillig, tat aber fast so gut wie eine Woche Urlaub.

Möwe Strandhäuser, Bloemendaal, NL Kaffee

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


*