Noch bis kommenden Sonntag (24. August 2014) läuft die David-Bowie-Ausstellung im Berliner Martin-Gropius-Bau. Aber lohnt sich der Besuch?Wenn einer der einflussreichsten Künstler der letzten 100 Jahre eine eigene Ausstellung bekommt, erwarte ich als Besucher natürlich die Kronjuwelen. Mindestens. Anlässlich unseres ersten Hochzeitstags besuchten meine Frau und ich die Bowie-Ausstellung in Berlin. Thematisiert wird das gesamte Leben und Schaffen bis zum heutigen Tage.

Die Macher der Ausstellung haben sich ins Zeug gelegt, der Kreativität Bowies gerecht zu werden. Dessen Jugend, eine Zeit der Suche und Orientierung, aber auch des Drangs und Erwachens, wird bereits ausufernd inszeniert. Eine Licht- und Bühneninstallation zeigt Bowies Jugendzimmer, das sich weiter und weiter transformiert, während der Besucher aus dem Off Bowies Erläuterungen hört.

Durch Türspione erahnt der Besucher Was-wäre-wenn-Szenarien, wäre Bowie damals einem anderen seiner vielen Talente gefolgt. Seine musikalischen und künstlerischen Episoden werden in thematisch abgegrenzten, völlig unterschiedlich eingerichteten Räumen präsentiert. Dabei ist sowohl die Anzahl als auch die Qualität der Exponate herausragend. Dutzende Originaltexte mit Korrekturen, Notizen und Kritzeleien, Kostüme, ganze Kontaktabzüge berühmter Shootings, Audio- und Videokommentare von befreundeten Künstlern, Instrumente, Inspirationen, Hintergründe, Anekdoten.

Bisher hatte ich nicht sonderlich viel mit David Bowie am Hut. Trotzdem hat mich die Ausstellung gepackt. Insbesondere, weil mir bisher nicht klar war, wie gewaltig Bowies Einfluss auf die Kunstwelt war und ist. Jetzt sehe ich ihn mit anderen Augen. Bis März 2016 haben Sie die Gelegenheit, diese Ausstellung zu besuchen – in Berlin aber nur noch bis Sonntag. Gehen Sie hin, es lohnt sich.

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